R a s s e k u n d e

von A - Z

(Fotos, Zeichnungen + Text: T. Paar,  soweit nicht anders gekennzeichnet)

      am 8.6.03 (viele neue Fotos + Textüberarbeitung)

     Alle Rassen und Farbschläge haben ab sofort eigene Seiten zugewiesen bekommen und sind über Tabellen, unter den Stichwörtern Rassen oder Farbschläge erreichbar. Hoffe, Euch gefällt diese Änderung.

 

Abyssinier

Englische Bezeichnung für Rosetten- Meerschweinchen

 

Agouti siehe unter Farbschläge

Alpaka siehe unter Rassen

Amerikanisch Crested, siehe unter Rassen

Angora siehe unter Rassen

 

Americans

Amerikanische Bezeichnung für Glatthaar- Meerschweinchen

 

Argente, siehe unter Farbschläge

Baldwin, siehe unter Rassen

Beige, siehe unter Farbschläge

Bergmeerschweinchen, siehe unter Rassen

Bouclé, siehe unter Rassen

Brindle, siehe unter Farbschläge

Buff, siehe unter Farbschläge

Buntschimmel, siehe unter Farbschläge

 

Cavia aperea f. porcellus, s.a. Gattungen

Wissenschaftlicher Name für unser domestiziertes Hausmeerschweinchen.                                     Die domestizierten Hausmeerschweinchen tragen den kompletten Artnamen derjenigen Wildmeerschweinchenart, von der sie abstammen + dazu ein "f." welches für "forma" steht. Der Name Cavia aperea f. porcellus lässt also anhand seiner ersten beiden Wörter erkennen, dass ein Hausmeerschweinchen vom Wildmeerschweinchen Cavia aperea abstammt und forma porcellus drückt die nähere Beschreibung der Tiere aus, nämlich: "von der Form eines kleinen Schweines".

Quelle: Christa Hohoff, Uni Münster, Deutschland

 

Cinnamonagouti, siehe unter Farbschläge

Coronet, siehe unter Rassen

Crested, siehe unter Rassen

Cobayos, siehe unter Rassen

Creme, siehe unter Farbschläge

Cremeagouti, siehe unter Farbschläge

Curly, siehe unter Rassen

Cuyes (Riesenmeerschweinchen)siehe unter Rassen

Dalmatiner, siehe unter Farbschläge

 

Domestikation, siehe auch Frühgeschichte

Das Leben der  Meerschweinchen bei den Inkas:                                                        Bereits lange vor der Entdeckung Südamerikas, hielten sich die Indianer des peruanischen Hochlandes die Meerschweinchen als Haustiere. Die Meerschweinchen waren in den Hütten bzw. in den Küchen der Inkas untergebracht, liefen dort frei herum oder saßen in speziell für sie geschaffenen Mulden. Sie wurden mit Küchen- und Gemüseabfällen, Mais oder Gerstehalmen gefüttert.

 

     (Foto: Herzog, typische Küche der Bergbauern)

 

Lange dienten die Meerschweinchen den Inkas als Hauptfleischquelle, erst als zunehmend Lamas und Alpakas gehalten und gezüchtet wurden, gerieten sie etwas ins Hintertreffen. Man begann dann, die Meerschweinchen teils auch aus Liebhaberei zu züchten, indem sie nach Farbschlägen sortiert wurden. Berichten nach, sollen die domestizierten Meerschweinchen in den Anfängen noch keine Schwarzscheckungen besessen haben, sondern waren weiß, gelb, rot, wildfarben - oder genannte mit Weißscheckung. Die Meerschweinchen dienten nicht nur als Nahrungsquelle, sondern wurden auch für Weissagungen, Heilungsriten, als Grabbeigaben oder als Opfertiere genutzt. (Anmerkung: Auch heutzutage werden in Südamerika immer noch Heilungsriten mit schwarzen Meerschweinchen durchgeführt.)

Auf den Märkten in Peru wurden von den Inka- Frauen lebende Meerschweinchen zum Verkauf oder als leckere Delikatesse frisch vom Grill (wie bei uns das Hähnchen) angeboten. Auch dies ist bis in die heutige Zeit noch so geblieben.

Von spanischen und holländischen Seefahrern wurde das Meerschweinchen im 15. Jahrhundert nach Europa gebracht und als seltener Exot zu hohen Preisen an reiche Kolonialherrschaften, für deren Kinder als Spieltiere, verkauft.

Das Meerschweinchen wurde damals auch hierzulande vorübergehend als Fleischlieferant genutzt, aber das währte nicht lange. Zur Zeit des 1.Weltkrieges versuchte man kurzfristig, sie für die Pelzindustrie zu nutzen, doch hauptsächlich dienten sie schließlich für die Forschung in Versuchslaboren und natürlich nach wie vor als beliebte Heimtiere für Kinder- als auch Erwachsene.

 

Doppelrosette

An 1 Stelle, an der normal 1 schöner großer Wirbel sitzen sollte, sitzen 2 dicht aneinander gequetschte Größenreduzierte Wirbel.

 

Dreifarbigkeit, siehe auch unter Farbschläge

Darunter fallen alle 3 farbig gescheckten Tiere (außer schwarz – weiß – rot).

 

Dunkelschleier

 

Gelegentlich sieht man bei einfarbigen Tieren aus der roten Farbreihe oder bei gescheckten Tieren in deren roten Farbfeldern einen dunkelbraun- schwarzen Anflug im Deckhaar. Meist zeigt sich dieser Anflug nur stellenweise im Fell und verstärkt sich mit zunehmendem Alter. Ich habe aber auch mal ein Meerschweinchen gesehen, welches als Jungtier einfarbig hellrot war und als ich es im Erwachsenenalter wiedersah, hatte es sich in der Zwischenzeit komplett in einen hellen schoko Ton umgefärbt ! Ich wollte damals nicht glauben, dass es sich tatsächlich um ein- und dasselbe Tier handelte.

Meinen Beobachtungen nach, kommt solch ein Dunkelschleier bei Tieren in Außenhaltung noch häufiger vor als bei Tieren in Innenhaltung.

Bei Himalayas ist solch ein dunkler Anflug in der Decke recht geläufig und tritt bei Tieren auf, die über viel schwarzes/ braunes Pigment verfügen.

Englische oder amerikanische Genetik- Fans bezeichnen einen solchen Dunkelschleier als “Sootiness” und vermuten (bei den Tieren aus der roten Farbreihe), dass bei den betroffenen Tieren die rezessiven Gene aus der E- Serie zu schwach arbeiten, bzw. das diese Gene das schwarze/ braune Pigment nicht vollständig unterdrücken können.

Da sich dieser Dunkelschleier auch vererben kann, sollte abgewogen werden, in wieweit man mit solchen Tieren weiterzüchtet oder nicht.

 

Caruso, Angora- Kurzhaar- Mix, weiß d.E., wird zunehmend dunkler.

Sheltie, blasses creme, dunkel pigmentiert. Lebt in Außenhaltung

 

Dutch, s. a. Holländer

Dies ist die englische Bezeichnung für die Farbrasse „Holländer„.

 

Einfarbigkeit

Darunter fallen alle einfarbigen Meerschweinchen ohne Abzeichen oder anders farbige Flecken.

Züchtet man Einfarbige nach Rassestandard, sollte man darauf hin arbeiten, dass sich Deck- Unter- und Bauchfarbe stets so gut wie möglich angleichen. Die Bauchfarbe ist aber normal immer etwas heller als die Deckfarbe.

Schattierungen sollten sich in der Deckfarbe nicht zeigen. Bei bestimmten Farben, wie z.B. lilac, kommen Hell-/ Dunkel- Schattierungen häufiger vor.

Wichtig ist auch, auf die gewünschte Haut- und Augenfarbe zu achten, die der für das eigene Zuchtziel auserwählte Standard für einen Farbschlag vorgibt.

Bei Langhaartieren ist eine gleichmäßige Durchfärbung der Haare oft schwieriger zu erzielen, denn das kürzere Kopfhaar ist i.d.R. meist dunkler gefärbt als die Körperbehaarung, weil sich die Pigmente durch die Länge der Haare bedingt verlieren. Auch wenn Langhaartiere aufgrund dieser Tatsache auf einer Show etwas milder beurteilt werden, gilt es für sie möglichst das gleiche Ziel anzustreben, wie für die Kurzhaar- Rassen.

 

Englisch Crested, siehe unter Rassen

 

Englisch Kurzhaar

Dies ist eine andere Bezeichnung für das Glatthaar – Meerschweinchen.

 

Farbschläge

Bitte gewünschte Farbschläge anklicken über die Du mehr erfahren möchtest (Bilder und Text):

  • Agouti , Argente , Solid- Agouti                                                                          
  • Zeichnungstiere (Zwei- und Dreifarbige):
  • Dalmatiner/ Schimmel                                                         

 

Farbzucht

In punkto Farben und Zeichnungen geht es darum, saubere bzw. reine Farben und möglichst exakte Zeichnungen in bester Qualität zu erreichen. Dabei sollen natürlich so wenig Nachkommen wie möglich geboren werden, die nicht dem gewünschten Zuchtziel entsprechen. Dies setzt aber voraus, die richtigen Partner in Farbe und Zeichnung zu kennen und entsprechend auszuwählen. Da es manchmal nicht ganz einfach ist Züchter zu finden, die zufällig eine Rasse in den gleichen Farben/ Zeichnungen züchten, muß man manchmal notgedrungen mit andersfarbigen Tieren selbst auf sein gewünschtes Farb- oder Zeichnungsziel hinarbeiten.

Eine Tabelle soll helfen die geeigneten als auch alternative Partner aufzuzeigen:

 

Fellfarben

Die Fellfarben der Meerschweinchen entwickelten sich einst durch Mutationen und wurden im Laufe der Jahre durch Zucht und Selektion so beeinflusst, dass daraus sehr viele verschiedene Farbschläge entstanden sind.

England und Holland gelten u.a. als die Vorreiter der heutigen Meerschweinchen- Rassezucht.                      Die meisten anerkannten Farbschläge die z.B. in Deutschland gezüchtet werden, lehnen sich somit sehr stark an jene anderer europäischer Länder an. Geringere Abweichungen zwischen den Zuchtzielen der verschiedenen Farbschläge, die einzelne Vereine u./o. Länder in ihrem Rassestandard vorgeben, sind durchaus möglich. Daher wird nebenher stets auch noch an einem gemeinsamen Europa - Standard gearbeitet, um Ausstellern von Rasse- MS zu ermöglichen, ihre Tiere auch auf einer Europa- Show präsentieren zu können. Für die Erstellung eines Europa- Standards für Rassemeerschweinchen durch die zuständigen Mitglieder des Europäischen Verbandes für Kaninchen- und Geflügelzucht sind Kompromisse erforderlich, um möglichst den Bedürfnissen aller Meerschweinchenvereine in Europa gerecht zu werden.

 

Fellglanz

Ein schönes glänzendes Fell ist für Rassemeerschweinchen hoch angesehen, drückt Gesundheit und Vitalität aus.         Je feiner die Haarstruktur umso glänzender ist natürlich auch das Aussehen des Felles. Ein dünnes Haar ist jedoch auch weicher als ein dickes und verliert durch seine Weichheit damit auch an Standkraft, was sich nicht gleichermaßen günstig für alle Rassen auswirkt. Bei Rassen wie Rex oder Rosetten, darf und sollte das Haar eher ein wenig derber bzw. drahtiger beschaffen sein. Meerschweinchen in Außenhaltung entwickeln ein etwas derberes Fell, welches weniger Glanz zeigt als das von Tieren aus Innenhaltung.

 

Fellstrukturrassen

Die einzelnen Fellstrukturen der Meerschweinchen machen die Bezeichnung der jeweiligen „Rasse“ aus.

Zu den bekanntesten deutschen Rassen zählen:                                                        Glatthaar, Satin, Crested, Rosette, Rex, Teddy, Sheltie, Coronet, Peruaner, Alpaka, Texel, Merino.

Die Bezeichnungen mancher Rassen sind teilweise in den verschiedenen Ländern oder Kontinenten unterschiedlich, was etwas verwirrend sein kann.

 

Felsenmeerschweinchen, siehe Bergmeerschweinchen

Andere Bezeichnung für Bergmeerschweinchen oder Moko

 

Fox, siehe unter Farbschläge

 

Frühgeschichte

7000 bis 4000 v. Chr.

Fast die Hälfte der Jagdbeute damaliger Inkas, bestand alten Knochenfunden nach - aus Wildmeerschweinchen.

1000 v. Chr.

Knochenfunde aus dieser Zeit, deuten auf die erste Domestizierung unserer Hausmeerschweinchen hin

1492 bis 1500         

Der genuesische Seefahrer Christoph Kolumbus, in spanischen Diensten, entdeckte in dieser Zeit Kuba, Haiti und Südamerika.

1532   

Der Eroberer Francisco Pizarro unterwirft die Inkas in Peru, nimmt den Inkaherrscher Atahualpa in Cajamarca gefangen. Pizarro fand zu dieser Zeit bei den Inkas vier Haustierarten vor: Lamas, Alpakas, Hund und Meerschweinchen.

1551

Erste genaue Beschreibung der Meerschweinchen in Europa, durch den Schweizer Arzt und Naturforscher Conrad Gessner. Siehe unten!

ca. Mitte 16. Jhd.    

Die ersten Meerschweinchen wurden durch holländische und spanische Seefahrer nach Europa gebracht.

1889

Anhand von Meerschweinchen- Mumien aus Gräbern der Totenfelsen von Ancon in Peru, stellte der Zoologe Alfred Nehring übereinstimmende Merkmale zwischen den Wildmeerschweinchen Cavia aperea tschudii und den domestizierten Meerschweinchen der Inkas fest. Nehring erforschte und züchtete Meerschweinchen in seinem Institut und kam zu dem Entschluss, dass sich unsere Hausmeerschweinchen, mit ihrem wissenschaftlichem Namen Cavia porcellus, anhand anatomischer Untersuchungen, auf die Stammform Cavia cutleri zurückführen lassen.

Quelle: Auszüge aus Büchern von Brehm, Rosl Kirchshofer, Dr.G.Schmidt.

 

Wie Conrad Gessner damals die Meerschweinchen beschrieb:                                                               (macht bitte keinen Gebrauch von seinen Fütterungsempfehlungen!):

VON DEM INDIANISCHEN KÜNIGLEIN
Cuniculus Indus, Ein Indianisch Küniglein,Von seiner Gestalt und auß welchem Land es herkomme.
Das Indianische Küniglein oder Säulein (anderswo nennt man sie auch Meer = Schweinlein / vielleicht weil sie über Meer in unsere Lande kommen sind) ist vor noch nicht langen Jahren auß der neuerfundenen Welt in unsere Lande gebracht worden / und ganz gemein:
Dann es ist ein überauß fruchtbares Thier/ und bringt acht oder neun junge in einer Geburt herfür/ ist sonst an der Grösse etwas kleiner/ als die gemeinen Küniglein/ und auch kürzer: Es hat kurze Füße/ und an denselben vornen sechs und hinden fünff Klauen und Zähne/wie die Mäuß/ aber ganz keinen Schwanz/ sonst werden sie von allerlei Farben gesehen. Ihre Stimme ist gleich der jungen Ferckel/ weßwegen man sie auch Indianische Säulein genennet hat.
Sie fressen allerlei Kraue/Früchte/Brot und Haber/ fürnemblich lieben sie den Kappuß/ oder weiss Kraut: Sie gebären nach der Winterszeit/ aber nicht blinde Junge wie andere Küniglein. Sie sind sehr unkeusch und geil/ auß welcher Ursach sie so sehr fruchtbar sind: Die Männlein beissen sich umb die Weiblein. Sie bedörffen keines Trancks/ nur allein ein wenig/ wann man ihnen ganz truckene Speisse fürwirfft/ dann sonst sollen sie wassersüchtig werden.
Sie sollen ziemlich gut zu essen sein/ wiewol man auch das Widerspiel erfahren; Mehr haben sie viel gelbes Fett oder Speck/ wie ein Schwein / und ein feuchtes ungesüdes Fleisch.

Quelle: (Conrad Gesner, Thier-Buch 1551, Neuausgabe 1669) 176f.                                                                                         Mit freundlicher Genehmigung der Schlüterschen Verlagsanstalt, Hannover

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Gattungen der Meerschweinchen, siehe auch Wildmeerschweinchen

Die Unterfamilie der Caviinae (der so genannten "echten Meerschweinchenartigen") gliedert sich in die 4 Gattungen:

  • Cavia            (Wildmeerschweinchen, unter diese Gattung fallen auch die Hausmeerschweinchen)
  • Galea            (Wieselmeerschweinchen)
  • Kerodon       (Bergmeerschweinchen)
  • Microcavia  (Zwergmeerschweinchen)

Tiere aus derselben Gattung sind systematisch eng verwandt - zwischen ihnen gibt es nur noch die jeweiligen Artunterschiede. Deshalb haben auch alle Arten derselben Gattung denselben Vornamen, der mit dem der zugehörigen Gattung  identisch ist (Beispiel: alle Arten der Gattung Galea heißen Galea...).

In der Gattung Cavia z.B. gibt es verschiedene Arten, unter anderem auch die Art Cavia aperea. Wenn noch ein dritter Name hinter dem Gattungs- und Artnamen einer Art steht, wie z.B. „tschudii“, so ist damit die Unterart gemeint. Genauso wie die Familie in verschiedene Unterfamilien gegliedert ist, gibt es oft auch verschiedene Unterarten zu einer Art. Alle Unterarten einer Art gehören derselben Art an und sind deshalb untereinander auch in der F2-Generation fertil kreuzbar und weisen ein identisches Verhaltensrepertoire auf.

Quelle: Christa Hohoff, Uni Münster

 

Glatthaar, siehe unter Rassen

Gold, siehe unter Farbschläge

Goldagouti, siehe unter Farbschläge

Grauagouti, siehe unter Farbschläge

Harlequin, siehe unter Farbschläge

 

Hausmeerschweinchen

Das Hausmeerschweinchen stammt vom Wildmeerschweinchen (Cavia aperea) ab, von welcher Unterart der Wildmeerschweinchen genau, ist noch nicht ganz geklärt.

 

Himalaya, siehe unter Farbschläge

Holländer, siehe unter Farbschläge

Japaner, siehe unter Farbschläge

Kerodon, siehe Bergmeerschweinchen

Kiemen, siehe unter Crested

Lemonagouti, siehe unter Farbschläge

Lilac, siehe unter Farbschläge

Lunkarya, siehe unter Rassen

Magpie, siehe unter Farbschläge

Meerschweinchen- Arten, siehe Gattungen

Merino, siehe unter Rassen

Moko, siehe Bergmeerschweinchen

 

Normalhaar

Als Normalhaar wird die ganz normale Fellbeschaffenheit aller Meerschweinchen bezeichnet, mit Ausnahme der Satins.

 

Ohren

Die Form der Ohren ist u.a. ein Punkt, auf den bei der Zucht mit geachtet werden muß, da in sämtlichen Standards große, hängende und faltenfreie Ohren gewünscht werden. Damit die Ohren auch hängen, müssen sie groß genug sein. Sehr kleine Ohren kippen nicht oder nur ungenügend. Die Ohrgröße reduziert sich, je kürzer der Kopf gezüchtet wird, hier ist also auf ein gesundes Mittelmaß zu achten, um einem Rassetier ein harmonisches Äußeres zu verleihen. Manche Jungtiere brauchen manchmal noch ein wenig Zeit, bis ihre Ohren zu kippen beginnen, ein geübter Züchter, kann aber meist schon anhand der Ohrgröße abschätzen, ob die Ohren eines Jungtieres noch kippen werden oder nicht.

Die gefürchteten Faltohren, die sich recht hartnäckig weiter vererben gelten je nach Schweregrad und Standard als Auschlussfehler, daher sollte man mit solchen Tieren nur züchten, wenn einem keine andere Wahl an geeigneteren Zuchttieren bleibt. Ganz klassisch sind jene Faltohren, bei denen der vordere Ohrrand eine scharf geknickte Umschlagfalte erkennen lässt. Ist diese Falte fest angewachsen gilt dies als besonders schwerwiegend. Leider sieht man den Meerschweinchen bei Kauf nicht an, ob sie Faltohren vererben oder nicht, da diese auch von Tieren mit einwandfreien Ohren vererbt werden. Hier müßte man sich am besten beim Züchter erkundigen, ob dessen Linie frei von Faltohrvererbern ist oder sich seinen gesamten Zuchtstamm zeigen lassen. Natürlich sind auch Tiere mit stärker beschädigten Ohren/ Ohrrändern nicht mehr für eine Show geeignet.

“Ohren- Galerie”:

korrekte Form

zu stark beschädigt

sehr schlechte Form

zu klein und zu hoch getragen

 Faltohr

Faltohr, extrem

 

 

Orangeagouti, siehe unter Farbschläge

Peruaner, siehe unter Rassen

 

Peruanisches Seidentier, siehe auch unter Rassen

Andere Bezeichnung für Sheltie.

 

Rassemeerschweinchen

Dies sind nach strengen Richtlinien gezüchtete Rassen. Das Zuchtziel ein jeder Rasse ist von einen Rassestandard vorgegeben, den sich jeder Verein u./o. jedes Land für sich selbst erstellt hat.

In der Natur spontan aufgetretene Mutationen in punkto Fellstruktur u./o. Farbe wurden sich für die Zucht zu Nutze gemacht, d.h. besondere Eigenschaften durch Zucht und Auslese weiter heraus gezüchtet und gefestigt.

Es wird großen Wert auf die Reinerbigkeit der Farben und Fellstrukturen gelegt, auf klare Zeichnungen, einen schönen Körperbau, eine ordentliche Größe und Kondition aber auch auf die Gesundheit zur Vermeidung von Erbfehlern usw..

Bei manchen Rassen oder Farbschlägen, sind Kreuzungen natürlich nicht vermeidbar oder sie sind sogar erforderlich aufgrund bestimmter Umstände (siehe dazu Creme, Dalmatiner, Schimmel). Auch Neuzüchtungen sind u.U. manchmal auf Kreuzungen mit anderen Rassen / Farben angewiesen.

 

Rassen

Klicke die Rassen in der Tabelle an, über die Du mehr erfahren möchtest:

Haarstruktur- Rassen

Kurzhaar- Rassen

Crested

Glatthaar

Rex

Ridgeback

 

 

Rosette

Teddy

 

 

Langhaar- Rassen

Alpaka / Bouclés

Angora / Peruaner

Coronet

Merino

 

 

Sheltie

Texel

 

 

Sonstige Rassen

Baldwin

Curly / Lunkarya

Cobayo / Cuy

Satin

 

 

Skinny Pig

Wildmeerschweinchen

 

 

 

 

Rex, siehe unter Rassen

Ridgeback, siehe unter Rassen

 

Roan

Englische Bezeichnung für Schimmel.

 

Rosetten, siehe unter Rassen

Rot, siehe unter Farbschläge

Rotschimmel, siehe unter Farbschläge

Rückenwirbel, siehe unter Genetik (Seite 2)

 

Russe, siehe Himalaya

Anderer Name für Himalaya- Meerschweinchen

 

Safran, siehe unter Farbschläge

Salmagouti, siehe unter Farbschläge

Satin, siehe unter Rassen

Schildpatt, siehe unter Farbschläge

 Schildpatt- weiß, siehe unter Farbschläge

Schimmel, siehe unter Farbschläge

Schokolade, siehe unter Farbschläge

Schwarz, siehe unter Farbschläge

 

Self Color

Englische Bezeichnung für einfarbige Glatthaar- Meerschweinchen.

 

Sheltie, siehe unter Rassen

Silberagouti, siehe unter Farbschläge

 

Silky

Amerikanische Bezeichnung für Sheltie.

 

Skinny Pigs, siehe unter Rassen

Slate Blue, siehe unter Farbschläge

Solid- Agouti, siehe unter Farbschläge

Tansiehe unter Farbschläge

Teddy, siehe unter Rassen

Texel, siehe unter Rassen

 

Tortoiseshell

Englische Bezeichnung für Schildpatt

 

Tschudi – Meerschweinchen, siehe Rassen/ Wildmeerschweinchen

 

Vierfarbigkeit

Meerschweinchen, die 4 verschiedene Farbfelder zeigen, gelten als eine große Rarität!

Es handelt sich bei ihnen um keine Fellzeichnung, die üblich ist oder sich mit den normalen genetischen Grundregeln erklären ließe.  Solche Phänomene wurden schon damals von bekannten Genetikforschern (Wright, Chase, Searle u.a.) heiß diskutiert und es wurden unterschiedlichste Thesen (z.B. Mutation, Crossing- over oder unterschiedliche Aktivität von Pigmentzellen, unstabile Gene usw.) darüber aufgestellt, doch bislang konnte ich noch keinen Artikel über eine einhellige Aufklärung dafür entdecken.

Allerdings gibt es die Vierfarbigkeit bei MS auch in nicht vererbbarer Form, d.h. verursacht durch eine somatische Mutation (somatic mosaics) bei der sich die Merkmalsveränderungen nur bei 1 Tier zeigen.

 

Dieses Tier zeigt bei genauerem Hinsehen nicht nur 2 unterschiedliche Farbtöne aus der schwarzen Farbreihe, sondern auch noch 2 unterschiedliche Goldtöne an Gesicht und Hinterteil. (Foto: T.Paar) 

Ein 4 farbiger US Teddy (Foto: Sigrid Tooson)

    Links abgebildetes Tier stammt aus einer ganzen Zuchtgruppe von Tieren in genau diesen Farben, was bedeutet, das sich diese außergewöhnliche Zeichnung (ein helles und ein dunkles Farbfeld aus der schwarzen Farbreihe, klar voneinander abgegrenzt) durchaus auch weiter vererben kann. (Foto: T. Paar)

 

 

Weiß, siehe unter Farbschläge

Wieselmeerschweinchen, siehe unter Rassen

 

Wildfarbe

Mit Wildfarben werden oft creme- schwarze Agoutis betitelt, deren Färbung jener der Wildmeerschweinchen ähnelt.

 

Wildmeerschweinchen, siehe unter Rassen

Zwergmeerschweinchen, siehe unter Rassen

 

 

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