Einfarbige aus der braunen/ schwarzen Farbreihe & Himalaya

(alphabetisch sortiert)

 

Beige, siehe auch unter Genetik (Rotaugenfaktor) und Genetik (Farbformel)

Dies ist ein stark verdünnter Farbton aus Schokolade, in der Farbe wie Karamellpudding. Verursacht wird diese Verdünnung durch Anwesenheit des Pinkeyefaktors. Beigefarbene Tiere haben rote Augen, die Hautfarbe sollte möglichst keine Pigmente zeigen. Bei Geburt ist das Fell i.d.R. dunkler und hellt später auf.

 

 

 Glatthaar, beige (Caviatag, NL`95)

 Satin, beige

 

 

Himalaya, siehe auch unter Genetik (Himalayafaktor) und Genetik (Farbformel)

Ein häufig gebrauchtes Synonym für diese Rasse ist Russenmeerschweinchen“.

Himalayas

 

Die beiden Tiere links: Himalaya, schokolade           Das Tier rechts: Himalaya, schwarz

 

 

 

Genetisch gesehen sind Himalayas - am Beispiel der Tiere im Bild- einfarbig schokoladenfarbene oder schwarze Meerschweinchen, die anstatt CC den Himalayafaktor ca ca besitzen. Himalayas sind weiße, rotäugige Meerschweinchen mit Kälteabzeichen an allen Körperenden (Ohren, Nase, Beine, auch Points genannt). Die Intensität der Abzeichenfärbung ist temperaturabhängig, d.h. durch Wärme verblassen sie, durch Kälte werden sie intensiver. Am begehrtesten sind die Farbschläge schokolade und schwarz, da deren Abzeichenfarbe den stärksten Kontrast zum weißen Fell bieten. Den Nasenfleck nennt man die Maske. Da die Maskenfarbe bei schoko und schwarzen Tieren oft bei beiden schokofarben aussehen kann, unterscheidet man die beiden Farbschläge am besten an der Ohr- und Fußsohlenfarbe.

Geboren werden Himalayas rein weiß, die Points prägen sich erst mit zunehmendem Alter aus. Erst mit 6 – 8 Monaten sind Himalayas komplett ausgefärbt. Das Deckhaar auf dem Rücken neigt bei sehr stark pigmentierten Tieren schnell dazu, einen rußigen Anflug zu bekommen, soweit es geht sollten Showtiere jedoch eine möglichst helle Decke zeigen.

Himalayas mit Agoutifaktor zeigen wesentlich blassere Points, bedingt durch ein schwaches Ticking auf Nase und Füßen. Es gibt nur Agoutifarben mit weißer Deckfarbe in den Points (Silberagouti, Cinnamonagouti usw.).

 

lilac, siehe auch unter Genetik und Genetik (Farbformel)

Lilac ist eine Farbe, die aus Schwarz entsteht, sobald der Pinkyeyefaktor hinzukommt, d.h. der Pinkeyefaktor hellt schwarz zu einem hellen, warmen Grauton auf, die Augen werden pink und die Haut wird fleischfarben- gräulich.

Bei Geburt ist das Fell i.d.R. dunkler und hellt später auf (selten kann dies -warum auch immer- auch mal umgekehrt sein).

Ein Schwierigkeitsgrad bei der Zucht ist es, einen möglichst gleichmäßigen Farbton ohne Schattierungen im Deckhaar zu erreichen. Weiterhin ist es etwas problematisch, die Haut entsprechend dem Idealbild eines Lilacs weitgehend pigmentfrei zu bekommen, da diese Tiere genetisch gesehen, schwarzes Pigment bilden.

 

Glatthaar, lilac / Doncaster `01

 

schokolade, siehe auch unter Genetik und Genetik (Farbformel)

Der Farbton Schokolade entsteht durch die Bildung von braunem, anstatt schwarzem Pigment. Der dafür zuständige Faktor hellt auch die Augen zu Feueraugen auf, d.h. sie zeigen eine rötliche Glut.

Der Farbton des Felles sollte aussehen wie dunkle Schokolade, wobei die Unterfarbe der Deckfarbe so gut wie möglich angepasst sein sollte. Die Hautfarbe ist dunkelbraun.

Um schöne dunkle Schokos zu bekommen, ist es ein Irrglaube, dies durch Einkreuzung schwarzer Tiere erreichen zu können, denn so wie ich von Schoko- Züchtern erfahren habe, führt dies nur zu Nachkommen, die in der Unterfarbe zu hell werden. Also mit den besten Schokos starten die man bekommen kann und dann stets die vielversprechensten Nachkommen für die Weiterzucht behalten.

 

         Rex in schokolade

 

                Glatthaar, schokolade/ Fft.´02

 

schwarz, siehe auch unter Genetik und Genetik (Farbformel)

Schwarze Meerschweinchen sollten intensiv schwarz gefärbt sein, ebenso die Bauch- und Unterfarbe. Ihre Haut ist schwarz, die Augen dunkel.

Zeigen schwarze Tiere einen rötlich- bräunlichen Ton im Fell, insbesondere in punkto Bauchfarbe, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass die Tiere keine reinerbigen Schwarzen sind. Manchmal handelt es sich dabei um marderfarbene Tiere.

Ebenso können Umweltfaktoren, wie z.B. intensive UV- Strahlung, für eine Aufhellung der Farbintensität in Frage kommen.

Besonders bei Langhaartieren kann auch noch Urin zu Verfärbungen/ Ausbleichungen der Haarspitzen zu einem rötlich- bräunlich Ton führen.

 

                 Texel, schwarz/ Fft.´02                     Englisch Crested, schwarz/ Doncaster, GB

 

Slate blue, siehe auch unter Genetik und Genetik (Farbformel)

Eine Farbe, die aus schwarz und der Anwesenheit des Rubinaugenfaktors pr entsteht, d.h. schwarz wurde hier durch den Rubinaugenfaktor zu einem mittleren Grauton aufgehellt, der im Gegensatz zu dem der Lilacs kälter wirkt. Die Hautpigmentation ist gräulich, wobei es allerdings auch deutlich hellhäutigere Slate Blues gibt. Die dunklere Hautpigmentation ist jedoch in jedem Fall zu bevorzugen. Bei Geburt ist die Augenfarbe der Slate Blues rot und dunkelt erst später zu dunkleren Rubinaugen nach.

 

        Glatthaar, slate blue                    Glatthaar Satin, slate blue       Glatthaar, slate blue (Jungtier, Fft.03)