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Das Crested, siehe auch Genetik (Schopfvererbung)
Haarstrukturformel : L L r r M M Sn Sn ST ST Rx Rx Fz Fz Geschichte / Rassebeschreibung: Unter einem Crested versteht man ein kurzhaariges Meerschweinchen mit einer Stirnrosette aber sonst glattem Fell. Unter den Überbegriff Crested fallen, ganz nach ihrem Ursprungsland benannt, die Englisch Cresteds und die Amerikanisch Cresteds. In England züchtete man diese Tiere einfarbig, wobei auch die Krone der Färbung des Körpers entsprach. Die Amerikaner züchteten ihre Cresteds mit einer Weißgefärbten Krone und anderer Körperfarbe. Cresteds gibt es auch mit Satinbehaarung. Die Krone oder auch Schopf genannt, sollte schön rund ausgebildet sein, ein dichtes Zentrum besitzen und etwa in einem gedachten Viereck zwischen Ohren und Augen platziert sein. Die Krone des Amerikanisch Crested sollte zudem so gleichmäßig wie möglich weiß gefärbt sein. Heutzutage sind bereits viele Farbschläge anerkannt, wobei unter die Englisch Cresteds lange Zeit auch die Zeichnungstiere fielen, doch weil man mit dieser Lösung nicht ganz glücklich war, ist man vorerst dazu übergegangen alle Zeichnungstiere unter den Schopfmeerschweinchen einfach nur mit Crested zu betiteln -ohne englisch oder amerikanisch davor. Genetik: Das Gen für die Bildung der Krone bzw. Stirnrosette (auch Schopf genannt) schreibt sich in der Formel St und vererbt sich dominant. Es besitzt weiterhin die Neigung einen weißen Stirnfleck auszubilden. Das die Amerikanisch Cresteds nun weiß in der Krone zeigen, die Englisch Cresteds jedoch nicht, wird allein durch Selektion erreicht. Zwischen dem St– Gen und anderen Erbfaktoren können Wechselwirkungen bestehen, die Einfluss auf die Kronenform nehmen können! Besitzt ein Crested z.B. ein Rauhaargen R , welches bei den Rosetten- Meerschweinchen die Wirbelbildung verursacht, kann dieses R- Gen die eine Stirnrosette auf 2 schwach ausgebildete, nebeneinander liegende Stirnrosetten reduzieren. Ist das Modifiziergen m (verstärkt und unterstützt die Ausbildung von Rosetten beim Rosetten- Meerschweinchen) bei einem Crested vorhanden, können sich Unregelmäßigkeiten der Haarwuchsrichtung auf der Stirn zeigen, wobei eine deutliche Schopfbildung fehlt. Das Rauhaargen hat von daher in der Crested- Zucht nichts zu suchen. Zucht: Zur Verbesserung von Typ & Bau, Farbe oder anderen gewünschten Merkmalen dürfen durchaus auch Glatthaar– Meerschweinchen eingekreuzt werden. Aus einer Kreuzung Glatt (= st st) X Crested (= ST ST) fallen zu 100 % Cresteds, die alle mischerbig sind (St st – Tiere), d.h. sie spalten zu 50 % in Glatthaar und zu 50 % in Crested auf. Ob ein Crested tatsächlich reinerbig für seine Schopfbildung ist, erfährt man meist erst durch die Zucht mit ihm. Sobald ein glatthaariger Nachkomme fällt, hat man auf jeden Fall ein mischerbiges Zuchttier. Ein reinerbiges Crested vererbt immer seine Krone, egal ob es mit einem Crested verpaart oder Glatthaar gekreuzt wird. Der Weißanteil in der Krone bei Amerikanisch Cresteds nimmt auch Einfluss auf die übrige Körperfarbe, indem er sie in seiner Farbintensität abschwächt, daher ist z.B. ein roter Amerikan. Crested nie so intensiv rot, wie ein einfarbig rotes Glatthaar oder Engl. Crested. Auch die Unterfarbe ist bei einem roten Ami leider oft heller als bei einem Engl. Crested in rot. Je mehr weiß in der Krone, umso heller die Körperfarbe, je weniger weiß in der Krone, umso intensiver die Körperfarbe. Dies bedeutet für die Zucht, einen goldenen Mittelweg zu finden. Man könnte als Ausgleich eine Zuchtgruppe zusammenstellen, mit 1 Bock, der eine perfekte weiße Krone zeigt und mehreren Weibchen, die weniger weiß zeigen, dafür aber eine intensive Körperfarbe haben.
Besitzt ein Ami übermäßig viel weiß- Anteil, kann es dadurch u.U. auch mal zu kleinen weißen, schweifartigen Ausläufern in der Krone kommen (wie bei dem Jungtier auf der Abb. links zu sehen) , was bei einem Ausstellungstier vielleicht ein Fehler wäre, für die Zucht jedoch kein Problem darstellt, ganz im Gegenteil könnte man ein solches Tier als Partner für andere mit zu wenig Weiß- Anteil in der Krone einsetzen. Problematischer ist es, wenn Cresteds weiße Krallen zeigen, da sich dieser Fehler auch so weiter vererbt.
Nach Aussagen eines Crested Züchters zeigen rote Cresteds oft bessere Kronen- Zentren als schwarze Cresteds, weiterhin sollen die Zentren von schwarzen Amis besser als die der schwarzen Engl.Cresteds sein. Bei Showtieren werden aber solche Kriterien durchaus berücksichtigt. Manche Cresteds haben die Neigung Kiemen auszubilden, d.h. das Fell an den Wangen unterhalb der Ohren steht sichelförmig (eben wie Kiemen beim Fisch) nach außen ab. Dieser Fehler rührt von falscher Haareinpflanzung und vererbt sich, weshalb mit solchen Tieren nicht weiter gezüchtet werden sollte.
Amerikanisch Crested
Amerikanisch Crested, rot / Fft.´02 Amerikanisch Crested, schwarz / Fft.´02
Amerikanisch Crested, gold, NL´´89
Englisch Crested
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