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Zeichnungen: Zwei- und Dreifarbige

Brindle bedeutet übersetzt "scheckig". Genauer versteht man darunter allerdings ein zweifarbiges MS, bei dem das Fell gleichmäßig durchmischt ist mit einfarbig roten und einfarbig schwarzen Haaren, was ihm ein meliertes Aussehen verleiht. Natürlich gibt es MS, die auch in anderen 2 - Farbkombinationen gebrindelt sind, jedoch sind nicht alle Farbkombinationen im Rassestandard der verschiedenen Länder anerkannt. Ein Brindle ist immer ein zweifarbiges Tier ohne weiß, es darf optisch auch nicht mit 1 Agouti verwechselt werden, bei dem jedes einzelne Haar 2 - farbig gefärbt ist. Einzelne ungebrindelte Farbfelder in schwarz oder rot können auf dem Tier vorkommen. Bei einem Showtier sollten solche einfarbigen Felder jedoch so wenig wie möglich vorhanden sein.
Harlequin
Zeichnungsrasse in England, die Zeichnung und Farbverteilung entspricht der des Magpies. Anerkannt sind Harlequins in England in den Farben schwarz- creme und schokolade- creme.

Abb.: Holländer / Doncaster ´01
Name eines Farbschlages. Im engeren Sinne sind damit Glatthaar- Meerschweinchen mit einer ganz bestimmten Zeichnung gemeint, bestehend aus einer Farbe (kann auch 1 Agoutifarbe sein) und weiß. Der Oberkörper ist weiß, während der Unterkörper ab Rumpfmitte -durch eine gerade Linie (Bandzeichnung) abgegrenzt- farbig ist. Auf beiden Kopfseiten befinden sich große runde Farbfelder um die Augen herum (Kopfplatten), welche oben zwischen den Ohren ineinander überfließen. Die Tiere haben eine weiße Blesse und weiße Vorfüße an den Hinterbeinen (Manschetten).
Bei der Holländer- Zucht sollte man darauf hin arbeiten, die Bandzeichnung (Rumpfmitte) ebenso wie die Manschetten (Fußmitte) möglichst mittig zu bekommen und darauf, dass die farbigen Kopfplatten möglichst auch die Ohren mit einschließen.
Am beliebtesten sind Holländer in rot und schwarz. Auch andere Haarstrukturrassen werden gern in dieser Holländerzeichnung gezüchtet, verleiht ihnen diese Zeichnung doch ein recht symmetrisches Äußeres + eine schöne Farbverteilung.
Japaner
Name einer rot- schwarzen Zeichnung. Japaner werden i.d.R. glatthaarig gezüchtet. Sie haben eine rote und eine schwarze Kopfhälfte, die Ohren sind genau entgegengesetzt gefärbt, der Körper zeigt abwechselnd schwarze und rote Streifen, die auf der gegenüberliegenden Seite farblich versetzt sein sollten. Genetisch gesehen, sind sie nichts anderes als Schildpatts oder Brindles, wobei noch unbekannte Faktoren die Plazierung, Größe und Form der Farbfelder bestimmen. In der Zucht wird mit Selektion gearbeitet. Diese Zeichnung ist extrem schwer zu züchten, daher bekommt man solche Tiere leider so gut wie nie zu sehen. Anders ist dies bei gleichnamigen Kaninchen, da sieht man gelegentlich schonmal das ein oder andere Prachtexemplar.
Farbschlag aus England.
Magpies zeigen auf beiden Körperseiten quadratische Farbfelder, abwechselnd in den Farben schwarz, weiß und schwarz-weiß gemischt. Mindestens 3 Farbfelder pro Seite sind somit für diesen Farbschlag nötig. Die Augen sind feuerfarben.
Magpies sind genetisch gesehen halb Brindle und halb Schildpatt, deren „roten“ Farbfelder -bedingt durch die Anwesenheit von cr cr anstatt CC- optisch zu weißen Feldern reduziert wurden. Sie haben also nichts mit dem Schimmelfaktor zutun obwohl sie Schimmeln etwas ähneln.
Wer sich solche Tiere kauft, muss dennoch vorsichtig sein, denn es passiert auch schon mal, das in England tatsächlich etwas verunglückte Dalmatiner oder Schimmel schlauerweise einfach als Magpies ausgestellt werden.
(Abb.: Rex, schildpatt)
Bezeichnung eines Farbschlages in schwarz und rot gescheckt. Hautfarbe schwarz, Augen dunkel.
In der Rassezucht wird auf möglichst quadratische Farbfelder auf beiden Körperseiten geachtet, die abwechselnd in rot u. schwarz angeordnet sind. Dort wo auf der einen Körperseite ein rotes Feld angeordnet ist, sollte sich streng genommen auf der gegenüberliegenden Körperseite ein schwarzes Farbfeld befinden und umgekehrt, so dass -von oben betrachtet- so eine Art Schachbrettmuster entsteht.
Bezeichnung eines Farbschlages in schwarz, weiß und rot gescheckt.
In der Rassezucht wird auf möglichst quadratische Farbfelder auf beiden Körperseiten geachtet, die abwechselnd rot, schwarz und weiß angeordnet sind. Auch hier sollten sich die einzelnen Farbfelder im Idealfall von der gegenüberliegenden Körperseite unterscheiden, so dass die Zeichnung beim Anblick von oben einem Schachbrettmuster gleicht.
Da diese Zeichnung sehr schwer zu züchten ist, wird bei der Beurteilung auf einer Show oft ein Auge zugedrückt.
lilac- gold- weiß

US Teddy, lilac - gold- weiß / Ffm.´02
Dieser Farbschlag ist im Sommer 2002 (nach Verbandsstandard des MFD BD e.V.) in der Rasse Teddy anerkannt worden.
Schokolade- rot- weiß

Glatthaar, schokolade- gold d.E.- weiß/ Ffm.´02
Diese Zeichnung wird im Standard zwar als “schoko- rot- weiß” bezeichnet, genetisch handelt es sich bei den roten Farbfeldern streng genommen jedoch eher um gold d.E., zumal rot den Faktor BB besitzt, für schoko bzw. braunes Pigment aber Faktor bb erforderlich ist.
Zweifarbige
Peruaner, lilac- weiß / Ffm.03
Zweifarbig bedeutet immer eine Farbe (kann auch Agouti sein) und weiß gescheckt. Während für Glatthaar und Glatthaar Satins immer die Holländerzeichnung vorgeschrieben ist, ist für alle anderen Rassen kein so strenges Zeichnungsmuster für die Zweifarbigen zwingend vorgeschrieben. Wichtig ist eigentlich nur, dass sie mindestens 3 Farbfelder auf jeder Körperseite zeigen sollten. Die Felder sollten sich schön groß, möglichst quadratisch und klar (d.h. möglichst keine Vermischung beider Farben in einem Feld) voneinander abgegrenzt zeigen.
Welche Zweifarbigen in welchen Rassen im Einzelnen zugelassen sind, kann je nach Rassestandard eines Landes oder Vereins variieren.
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