Thema: Krankheiten - Buchstabe U

 

 

Übergewicht

Übergewicht führt bei Meerschweinchen sehr rasch zu Organverfettungen, Hornhautauswüchsen an den Ballen, Trägheit, höherer Infektanfälligkeit und verkürzter Lebenserwartung.

Übergewichtige Weibchen nehmen zudem schlechter auf und die Geburtsrisiken sind drastisch erhöht (Trächtigkeitstoxikose, Geburtsstockungen, Nachgeburtsverhaltungen).

Tiere mit Übergewicht vertragen auch Narkosen schlechter, vor allem bei bestehender Fettleber.

Trotzdem gilt für mastige Meerschweinchen, keine drastischen “Schlankheitskuren”! Das ist gefährlich.

 

Überhitzungsiehe Hitzschlag

 

Unterkühlung

Ständiges Hocken auf nassem und kaltem Boden, kann zu Erkältungen und Blasenentzündungen durch Unterkühlung führen, daher sollten Meerschweinchen stets fußwarm sitzen, bzw. auch im Auslauf eine trockene und warme Rückzugsmöglichkeit angeboten bekommen.

 

Urinfarbe

Die normale Urinfarbe ist klar und gelb. Sie hellt auf, je höher die Flüssigkeitszufuhr ist und wird dunkler, je stärker der Urin konzentriert ist. Dunkler, stark konzentrierter Urin kann ein Hinweis für Flüssigkeitsmangel oder eine Erkrankung sein.

Trüber Urin kann durch Sedimente (nicht lösliche Bestandteile) kommen und u.a. ein Hinweis sein für überschüssig zugeführte Mineralien über das Futter.

Orangefarbener oder rötlicher Urin tritt bei Verfütterung bestimmter Saftfuttersorten auf, z.B. Rote Bette + Löwenzahn.

Blutiger Urin ist ein Hinweis für eine Entzündung (oder Steinbildung) von Blase oder Nieren und gehört umgehend tierärztlich weiter abgeklärt.

 

Urinuntersuchung

Zwecks Uringewinnung kann man eine saubere, auseinander geschnittene Plastiktüte in einer Kiste legen und das Tier hineinsetzen, abwarten bis Urin abgesetzt wurde, diesen anschließend mittels steriler Spritze aufsaugen und in ein steriles Laborröhrchen umfüllen. Das Laborröhrchen mit Name, Geburtsdatum des Tieres, sowie der Besitzeradresse beschriften. Es geht natürlich auch, den Urin in der Spritze zu lassen, nur müßte man diese dann abstöpseln, z.B. mit einer Kanüle.

Urinuntersuchungen werden von den Laboren der Tierärzte oder den Veterinärämtern durchgeführt.

 

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