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Thema: Krankheiten - Buchstabe O
Obduktion, siehe unter Einschläfern Obstipation, siehe Verstopfung
Ohrmilben, siehe auch ParasitenEine meerschweinchenspezifische Ohrräudemilbe scheint es nicht zugeben. Ein Befall mit Ohrräudemilben der Kaninchen sind aber gelegentlich schon vorkommen. Die Möglichkeit einer Ansteckung besteht insbesondere dann, wenn diese 2 Tierarten zusammen gehalten werden. An Symptomen könnten auftreten: Häufiges Kopfschütteln, häufiges kratzen am Ohr, Kopfschiefhaltung, Krusten u./o. schmieriges Sekret in den Gehörgängen. Vor einer Behandlung sollte der äußere Gehörgang vorsichtig gereinigt werden, siehe dazu Seite “Pflege”. Konnte der Tierarzt Ohrmilben diagnostizieren, kann mit antiparasitenwirksamen Salben/Suspensionen z.B. Orisel- Salbe behandelt werden oder eine Ivomec- Behandlung ist genauso möglich.
Operation und NachsorgeDas Operationsrisiko ist besonders für ältere Meerschweinchen, die unter Leber- oder Nierenproblemen leiden, erhöht. In manchen Fällen bestehen sicher gewisse Zusammenhänge zwischen den Organerkrankungen und dem Problem, weshalb operiert werden muss, wie z.B. bei Zahnerkrankungen und der lange voraus gegangenen Fehlernährung d.h. Unterversorgung mit bestimmten Nährstoffen, Abmagerung... In punkto Lebererkrankungen kommt eine Fettleber bei MS am häufigsten vor. Diese kann sich u.a. unter Energiemangelzuständen entwickeln und dann u.U. zu Stoffwechselentgleisungen führen. Meerschweinchen in herabgesetztem Allgemeinzustand gehen somit bereits mit einem erhöhten Risiko in die Narkose. Der Meerschweinchen- Halter kann jedoch einiges dazu beitragen, um die Risiken möglicher Komplikationen nach einer Operation weitgehend zu verringern. Was kann getan werden um die Verarbeitung des Narkosemittels besser zu unterstützen?
Worauf ist nach einer Operation zu achten?
Medikamentöse Maßnahmen: Mittel für den Leberschutz: z.B. Hepar Compositum (homöopathisch + Suis -Präparate + Katalysatoren + Vit. B12) oder Mariendistel (wirkt als Leberschutz und hat Entgiftungsfunktion). Generell gilt, bei allen ungewöhnlichen Beobachtungen sofort den Tierarzt konsultieren
OsteodystrophieOsteodystrophie bei Satinmeerschweinchen Satinmeerschweinchen, besitzen einen rezessiven Faktor, der ihrem Fell einen Brillianten seidigen Schimmer verleiht. Das einzelne Satinhaar ist vom Durchmesser dünner als Normalhaar und der Haarschafft ist ausgehöhlt. Satins kamen in ca. 1986 erstmals aus Amerika und werden mittlerweile aufgrund ihrer großen Beliebtheit weltweit in sämtlichen Haarstruktur- Rassen gezüchtet. Leider sind die bezaubernden Satin- Meerschweinchen in den letzten Jahren in Deutschland ein wenig in die Schlagzeilen geraten, seitdem bei ihnen ein gehäuftes Auftreten von Osteodystrophie beobachtet werden konnte. Die Osteodystrophie ist eine unheilbare Erkrankung des Knochenstoffwechsels. Aufgrund eines erniedrigten Blut -Calciumspiegels -unbekannter Ursache-, kommt es zu allmählichem Knochen - Ab - und Umbau des gesamten Skelettes. Tierärzte aus der Klinik und Poliklinik für kleine Haustiere der Freien Universität Berlin sind bereits seit einigen Jahren darum bemüht, diese Erkrankung und deren Ursachen anhand von Satintieren aus völlig verschiedenen Herkunftsländern näher zu erforschen. Da bei den mischerbigen Satinträger- Tieren (sie entstehen aus einer Kreuzung Satin x Normalhaar, tragen den Satinfaktor, zeigen ihn jedoch nicht im äußeren Erscheinungsbild) bislang keine Erkrankungsfälle nachgewiesen werden konnten, nimmt man eine genetische Ursache an, die nur bei Reinerbigkeit in punkto Satinfaktor auftritt. Es konnte bislang noch nicht geklärt werden, ob nur ganz bestimmte Satinlinien betroffen sind oder alle Satins. Es fehlen bislang leider noch die erforderlichen Forschungsgelder, um geplante DNA- Analysen durchführen zu können. Fütterungsbedingte Ursachen, Nierenleiden, Vitamin D- Mangel oder Erkrankungen der Nebenschilddrüse konnten bei betroffenen Tieren ausgeschlossen werden. Zusätzliche Gaben von Mineralien können den Ausbruch der Erkrankung weder verhindern noch aufhalten. Die Spannbreite, ob diese Erkrankung bei einem Satin überhaupt je in seinem Leben ausbricht oder wann erste Symptome sichtbar werden, welche dann u.U. eine verkürzte Lebenserwartung nach sich ziehen würde, ist enorm groß. Die Erkrankung kann sich bei manchen Satins bereits schon ab einem Alter von 1 Jahr bemerkbar machen, andere wiederum können ein völlig normales und beschwerdefreies Lebensalter erreichen. Die Erkrankung beginnt i.d.R. mit einer langsamen aber stetigen Gewichtsabnahme, trotz dass die Tiere anfangs noch normal fressen. Es stellen sich später Probleme beim fressen (gestörter Kauakt, bis gänzliche Einstellung der Futteraufnahme) und beim Bewegungsablauf (hoppeln statt laufen bis nur noch liegen) ein, wobei variiert, ob es zuerst zu Problemen bei der Futteraufnahme und danach zu gestörten Bewegungsabläufen kommt oder umgekehrt. Es können auch beide Symptome gleichzeitig auftreten. Satins bei denen solche Symptome früher oder später auffallen, sollten zwecks Ausschluss einer Osteodystrophie unbedingt geröntgt werden (Schädel in 2 Ebenen, Hüften in Rückenlage mit nach hinten gestreckten Beinen). Die Auflösungserscheinungen der Knochen beginnen meistens an Kiefer, Schädel und Oberschenkelknochen. Blutuntersuchungen sind für eine Früherkennung der Erkrankung kaum dienlich. Bei Osteodystrophie ist Calcium - erniedrigt, Phosphor- und Alkalische Phosphatase – erhöht. Fütterungsabhängig schwankt der Calciumspiegel aber sowieso ständig und die AP ist erst erhöht, wenn ein Knochenumbau längst eingesetzt hat. Bei erkrankten Tieren, die sichtbar unter ihren Symptomen zu leiden haben, sollte man -dem Tier zuliebe- nicht zögern, sie rechtzeitig von ihrem Leiden erlösen zu lassen. Für die Weiterzucht von Satins gilt, bis zur vollständigen Abklärung der Ursachen, vorerst größte Zurückhaltung zu üben.
Otitis media, siehe Kopfschiefhaltung Ovarialzysten, siehe Eierstockzysten
OxytocinOxytocin ist ein Hormon, welches im Zwischenhirn gebildet und im Hinterlappen der Hirnanhangdrüse gespeichert wird. Besondere Bedeutung kommt diesem Hormon für die Geburt zu, denn es bewirkt das Zusammenziehen der Gebärmutter (Wehentätigkeit) in der Austreibungsphase und unterstützt die Milchproduktion. Oxytocin wird auch medikamentös eingesetzt, z.B. bei Wehenschwäche, Nachgeburtsverhaltungen oder Milchmangel.
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