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Thema: Krankheiten - Buchstabe M
Magen
Das Fassungsvermögen des Magens beträgt ca. 20 - 30 ml bei einem ausgewachsenen Meerschweinchen, wobei der Mageninhalt bereits nach wenigen Stunden (nach ca. 3 Std.) wieder geleert wird.
Maulwinkelkrusten, siehe Lippengrind
Medikamentengabe
Müssen Medikamente eingegeben werden, sind Medikamente in Tropfenform theoretisch am idealsten, allerdings enthalten sie nicht selten beachtliche Mengen an Alkohol zwecks Konservierung. Daher ist manchmal doch die Tablettenform zu bevorzugen.
Tabletten lassen sich gut pulverisieren, indem man sie zwischen 2 Teelöffeln zerreibt. Mit einer 1ml- Spritze und etwas Wasser rührt man die verordneten Tbl. oder Trpf. an und schiebt die aufgezogene Spritze dem MS rechts oder links, an den Schneidezähnen vorbei, ca. 1cm in die Wangentaschen. Das Tier dazu am besten auf den Schoß setzen und dessen Kopf mit 1 Hand leicht umklammern, um es am entwischen zu hindern.
Spuckt das Meerschweinchen die Lösung sofort wieder aus, ist es hilfreich, die Lösung besser mit ein paar Haferschmelzflocken anzurühren, da breiartiges erfahrungsgemäß etwas besser abgeschluckt wird.
Bei Globulis kann man versuchen, ob sie vom Meerschweinchen freiwillig gefressen werden, wozu diese natürlich ins Mäulchen geschoben werden müssen. Sollte es die Globulis wieder ausspucken, hilft nur, sie auf gleiche Weise wie die Tbl. einzugeben.
Meerschweinchenlähme
Diese Erkrankung wird durch ein Virus verursacht, welches bislang noch nicht genau identifiziert werden konnte.
Nicht selten wird diese Erkrankung aufgrund ihrer Symptome „Lähmungserscheinungen der Hinterbeine“ mit einem akuten Vitamin C- Mangel verwechselt.
Weiterhin wird die Meerschweinchenlähme in zahlreicher Fachliteratur zusammen mit der Meerschweinchenseuche (oder Meerschweinchenpest) als eine Erkrankung beschrieben. Siegfried Jung erklärt jedoch in seinem Werk, das es sich bei diesen beiden Infektionskrankheiten nicht um ein und dieselbe Erkrankung handelt und nennt auch deren deutlichen Unterschiede.
Inkubationszeit: 9 - 23 Tage
Symptome:
- Erhöhte Temperatur
- Gestörtes Allgemeinbefinden
- Appetitmangel
- Abmagerung
- Zittern
- Atemnot
- Gesträubtes Fell
- Erschlaffen der Muskulatur
- Lähmungen, insbesondere der Hinterbeine
- manchmal Enddarm- und Blasenlähmung (auch Anschoppung von Kot in der Perinealtasche)
- Entzündungen in Hirn und Rückenmark
- Leberdegeneration
Übertragungswege: nicht genau bekannt.
Nachweis: Der Erreger kann in Gehirn und Rückenmark bei obduzierten Tieren nachgewiesen werden (nicht in den Organen).
Behandlung: Keine möglich. Einschläfern aller Tiere mit Verdacht auf diese ansteckende Erkrankung wird empfohlen. Die Sterblichkeit infizierter Tiere ist recht hoch. Alle neu hinzu gekauften Tiere sollen mindestens 4 Wochen in Quarantäne.
Quelle: * Grundlagen für die Zucht und Haltung der wichtigsten Versuchstiere, Siegfried Jung, Gustav- Fischer Verlag – Stuttgart, 1962
Meerschweinchenseuche (Pest)
Diese Erkrankung wird durch ein Virus verursacht, welches bislang noch nicht genau identifiziert werden konnte. Mischinfektionen mit Bakterien kommen vor.
Inkubationszeit: 2 - 17 Tage
Symptome:
- Sträuben, besonders auch der Kopfbehaarung
- Zusammen gekauertes Sitzen
- Appetitmangel
- Abmagerung
- Zittern
- Atemnot
- Krämpfe der Beinmuskeln (wegstrecken der Beine vom Körper)
- Krämpfe der Nackenmuskeln (überstrecken der Kopfes nach hinten)
- Tod nach wenigen Tagen
Die Krämpfe zeigen sich teils unter einer extremen Anspannung (Starre) der Muskulatur oder teils unter heftig schlagenden Bewegungen (Schüttelbewegungen). Lähmungen der Hinterbeine zeigen sich bei dieser Erkrankung im Gegensatz zur Meerschweinchenlähme keine.
Übertragungswege: Direkter Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Körpersekrete, Urin- und Kotausscheidungen. Indirekter Kontakt ist ebenfalls möglich, wobei der Tierhalter Überträger (über die kontaminierten Hände usw.) sein kann.
Nachweis: In Gehirn, Blut und allen Organen. Organe wie Magen/Darm, Milz und Leber fallen bei Sektion durch eine verstärkte Blutfüllung auf.
Behandlung: Keine möglich. Einschläfern aller Tiere mit Verdacht auf diese ansteckende Erkrankung wird empfohlen. Die Sterblichkeit infizierter Tiere ist recht hoch. Alle neu hinzu gekauften Tiere sollen mindestens 4 Wochen in Quarantäne.
Quelle: * Grundlagen für die Zucht und Haltung der wichtigsten Versuchstiere, Siegfried Jung, Gustav- Fischer Verlag – Stuttgart, 1962
Meningitis
Bedeutet Hirnhautentzündung.
Ursachen können sein: Eine zu spät erkannte und nicht rechtzeitig behandelte Mittelohrentzündung oder andere eitrige Entzündungen im Kopfbereich, sowie verschiedene Infektionserkrankungen durch Bakterien oder Viren.
Mögliche Symptome: Krämpfe u./o. Lähmungen, Bewegungsstörungen, Fieber, Bewusstseinsstörungen, Gleichgewichtsstörungen, verdrehen / zittern der Augen.
Mikrosporie, siehe Mykosen
Milben, siehe Demodex-, Grab-, Pelzmilben
Mykosen
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Dermatophyten
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Beschreibung & Symptomatik:
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Trichophytie (Glatzflechte)
Arten:
Trichophyton mentagrophytes (kommt bei Meerschweinchen am häufigsten vor)
Trichophyton gypseum asteroides
Trichophyton rubrum
Trichophyton quinckeanum (Mäusefavus)
Trichophyton granulosum
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Die Trichophytie ist eine Zoonose, d.h.sie kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden und umgekehrt!
Häufig ist dieser Pilz in den Beständen nur latent (symptomlos) vorhanden und kann somit permanent und unbemerkt von sporentragenden Alttieren auf ihre Nachkommen übertragen werden,bei denen die Erkrankung dann erst unter bestimmten Streßfaktoren (Besitzerwechsel, Umstellungsstreß, Futterwechsel usw.) bei ihren Neubesitzern u.U.zum akuten Ausbruch kommt
Der Zeitraum von Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung kann ein- bis vier Wochen betragen.
Das Krankheitsbild gestaltet sich recht vielseitig. Es kann sich zeigen als kleinere, haarlose Stellen im Kopfbereich auf Nasenrücken, an Schnauze, um die Augen und Ohren herum. Befallene Hautbezirke zeigen feine, kleieähnliche Schüppchen, Borken oder Krusten, die Haare können ausfallen oder brechen ab. Juckreiz ist nur schwach ausgepräg
Ein nur diffuser Haarausfall ist in chronischen Fällen durchaus möglich. Der Befall kann sich über den gesamten Rumpf und die Extremitäten ausdehnen. Nässende Stellen, mit Bläschen oder Eiterungen können durch bakterielle Besiedlung der irritierten Haut verschärfend hinzukommen. Der Allgemeinzustand kann gestört sein, Abmagerung ist möglich
Ganz klassisch für Trichophytie sind kreisrunde Kahlstellen, welche außen herum einen ringförmig, erhabenen und entzündlich geröteten Hof erkennen lassen. Genauso sieht auch die Trichophytie bei Menschen aus, die sich bei ihrem Haustier angesteckt haben (2 € Stück große, kreisrunde rote Flecken, eingerahmt von einem roten Ring. Häufig an Armen, in Gesicht und am Hals sitzend). Auch der Mensch muß oft monatelange Behandlungsprozeduren über sich ergehen lassen, wenn er sich einmal infiziert hat, von daher sollte vorübergehend ein absolutes Schmuseverbot mit erkrankten Tieren erteilt werden!
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Ursache:
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Ungünstige Haltungsbedingungen d.h.zu seltenes ausmisten und sitzen auf feuchter Einstreu, zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen, unzureichende Frischluftzufuhr, Haltung zu vieler Tiere auf engem Raum, Hautverschmutzungen. Mit anderen Worten, ein stickig feuchtwarmes Milieu begünstigt das Pilzwachstum enorm, wobei Untersuchungen nach Holzställe höhere Keimraten aufweisen als Käfige aus Metall, Glas oder Kunststoff. Geschwächte Tiere mit herabgesetztem Immunsystem, Stoffwechselleiden, Vitamin C- Mangel, Jungtiere die sich im Haarwechsel befinden oder Tiere die aufgrund anderer Leiden eine irritierte oder verletzte Haut haben (z.B. bei Parasitenbefall) sind besonders anfällig.
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Übertragungswege:
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Direkter oder Indirekter Kontakt. Artgenossen, neu hinzu gekaufte Meerschweinchen als auch andere Haustiere und der Mensch gelten als mögliche Infektionsquellen. Überträger können auch Parasiten, Insekten, kontaminierte Kleidung, Mistschaufel,gemeinsam benutzte Pflegeutensilien oder die Einstreu usw. sein.
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Nachweis:
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mikroskopisch, kulturell. Zur Anzüchtung dienen Hautgeschabsel, Schuppen und Haarbüschel.
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Behandlungsmaßnahmen:
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Isolation erkrankter Tiere, Optimierung der Haltungsbedingungen und der Ernährung, zusätzliche Vitamin C- Gaben zur Stärkung der Abwehrkräfte. Desinfektion der Ställe und des Inventars, Händedesinfektion und tragen von Schutzkleidung + Handschuhen bei Behandlung erkrankter Tiere. Tote bzw. erkrankte, lose Haare sollten vor Behandlungsbeginn besser entfernt werden (evtl. Rasur der befallenen Hautbezirke). Dies nicht nur deshalb, damit Wirkstoffe besser eindringen können, sondern auch, weil diese nebst den Hautschuppen sporenhaltig sind. Die Behandlung mit Medikamenten gestaltet sich als äußert langwierig und muß länger durchgeführt werden als Symptome sichtbar sind, um Rückfälle zu vermeiden. Eine gute Prävention zu betreiben ist daher besser als heilen!
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Mikrosporie
Arten: Microsporum gypseum (kommt bei Meerschweinchen am häufigsten vor)
Microsporum canis (häufiger bei Katzen + Hunden)
Microsporum andouinii
Microsporum distortum
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Beschreibung & Symptomatik:
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Die Mikrosporie ist eine Zoonose, d.h.sie kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden und umgekehrt! Häufig ist dieser Pilz in den Beständen ebenso wie Trichophyton nur latent vorhanden.
Das Krankheitsbild ähnelt sehr der Trichophytie, d.h. es können sich ebenso kreisrunde, haarlose Stellen mit leichter Schuppung oder Borken zeigen. Auch hier sind Sekundärinfektionen irritierter Hautbezirke durch Bakterien möglich. Juckreiz ist vorhanden
Beim Menschen können sich entweder viele kleine rote Stellen gruppiert auf der Haut zeigen oder auch größere, der Trichophytie ähnelnden, kreisrunden roten Flecken in Gesicht, an Extremitäten und Rumpf. Die Kopfhaut kann Kahlstellen mit feiner, heller Schuppung aufweisen, wobei typisch ist, das die Kopfbehaarung an den befallenen Stellen auf gleicher Länge direkt über der Kopfhaut abbricht.
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Ursache / Übertragungswege / Behandlungsmaßnahmen:
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siehe unter Trichophytie
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Nachweis:
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mikroskopisch (ungenau), kulturell, Hautgeschabsel, UV-Licht- Untersuchung (mittels Woodscher Lampe, diese Methode ist jedoch ungenau, da nicht alle Mikrosporum- Arten darunter grün fluorezieren und medikamentös bereits vorbehandelte Tiere das Ergebnis ebenfalls verfälschen können)
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Hefen
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Beschreibung & Symptomatik:
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Candida - Mykose
Erreger:
Candida albicans (meistens)
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Normaler Besiedler von Haut- und Schleimhaut bei Mensch und Tier. Dieser Hefepilz kann jedoch bei Massenvermehrung, durch versch.Umstände bedingt, entweder zu lokalen Haut- oder Schleimhauterkrankungen (Schuppung, Kahlstellen ...) führen oder u.U. auch zu Systemmykosen (zahlreiche Organe, inkl. Lunge, Augen und Gehirn können befallen werden) ausufern
Hefen können bei anderen Infektionen oder Störungen im Verdauungstrakt begleitend beteiligt sein und führen dann zu zeitweiligen Durchfällen u./o. zu Unverträglichkeiten auf bestimmte Nahrungsmittel. Kleinste Haut- und Schleimhaut- verletzungen, können durch Besiedelung mit Candida zu erntshaften Wundheilungsstörungen führen und z.B. im Mund/ -Rachenraum „Soor“ (weiße Beläge auf Wangenschleimhaut, Zunge und Rachen) verursachen.
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Ursache:
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Immunschwäche u./o. gestörte Darmflora -häufig bedingt durch andere Grunderkrankungen (Infektionen, Stoffwechsel- störungen, Diabetes usw.), falsche Ernährung (zu kohlehydrahtreich) oder nach Antibiotika- Behandlungen. Desweiteren kommen Wunden bzw. Verletzungen der Haut / Schleimhaut oder Hautirritationen durch andere Ursachen (Bakterien, Parasiten) und unhygienische Haltungsbedingungen in Betracht.
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Nachweis:
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Biopsiematerial, kulturell (aus Materialien wie Kot, Urin. Schuppen, Haaren samt Wurzel, Wund- oder Augenabstrich usw.)
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Behandlungsmaßnahmen:
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Nebst medikamentöser Behandlung eine kohlenhydrahtarme, vitamin- und rohfaserreiche Kost (zuckerhaltiges unbedingt meiden) anbieten. Wiederherstellung einer gesunden Darmflora, ansonsten siehe unter Trichophytie...
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Kryptokokkose
Erreger:
Cryptococcus neoformans
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Beschreibung & Symptomatik:
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Die Erkrankung ist auf den Menschen oder andere Tierarten übertragbar!
Systemmykose / Symptome könnten u.a. sein: Chronischer Schnupfen, Atemwegsbeschwerden, ZNS- Symptome, Augenmykose
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Übertragung:
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Inhalation oder orale Aufnahme sporenhaltigen Materials. Kontaminierte Pflanzen, in Erdreich durch die Ausscheidungen von Wild- als auch Stubenvögeln (bei denen die Infektion nicht selten nur latent vorhanden ist)
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Nachweis:
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Biopsiematerial, kulturell, evtl. auch serologisch
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Behandlungsmaßnahmen:
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Neben einer medikamentöser Behandlung gelten auch die Maßnahmen unter Trichophytie
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Erreger: Torulopsis pintolopesii
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Beschreibung & Symptomatik:
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Normaler Darmbewohner der für Meerschweinchen bedingt pathogen sein kan. Er kann durch bestimmte Stressfaktoren zu Darmentzündung und Durchfall führen. Auch die Lungen können beteiligt sein.
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Ursache:
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Stress, Futterumstellung, Umbesetzung der Gruppen, Umgebungswechsel
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Behandlungsmaßnahmen:
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Bei der medikamentösen Behandlung sollte auch an die Wiederherstellung der gestörten Darmflora gedacht werden. Zur Vorbeugung dieser Erkrankung sollten Futterumstellungen langsam bzw. allmählich erfolgen durch anfängliches mischen von neuen und altem Trockenfuttersorten. Unnötige Umbesetzungen der Rudel weitgehend vermeiden und den Meerschweinchen, die in Urlaubspflege gegeben werden, möglichst den eigenen Käfig mitgeben. Bei Verkauf von Jungtieren den Käufer über bekannte und gewohnte Futterkomponenten aufklären.
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Nachweis:
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kulturell aus Biopsiematerial und Körperflüssigkeiten, serologisch
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Schimmelpilze
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Beschreibung & Symptomatik:
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Aspergillose
Erreger: Aspergillus fumigatus
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Die Infektion ist auf Artgenossen, andere Haustiere und den Menschen nicht übertragbar.
Der Verlauf ist langsam und schleichend. Befallen werden vorwiegend geschwächte Tiere, Jungtiere und Tiere mit bereits bestehenden Vorerkrankungen.
Es zeigen sich tuberkuloseähnliche Veränderungen (Knötchen) in der Lunge (Lungenmykose), Atemnot, Niesen, Husten, Nasenausfluß (manchmal blutig), Durchfall, Schwäche, Abmagerung, wobei Tod auch durch ersticken droht.
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Übertragungswege:
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Über die Atemluft, Aufnahme kontaminierten bzw. verschimmelten Futters, inkl. verpilztem Heu.
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Ursache:
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Haltung in feuchten, schlecht ventilierten Ställen (besonders auch muffige, dunkle Kellerräume), pilzbefallenes Futter, feuchte Heu- und Strohlagerung.
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Nachweis:
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Biopsiematerial, kulturell, serologisch
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Behandlungsmaßnahmen:
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Eine medikamentöse Behandlung führt aufgrund der Schwere dieser Erkrankung und den teilweise nur schlecht zugänglichen Stellen, wo die Sporen sitzen können, leider nicht immer zum Erfolg. Von daher ist eine gute Prävention zur Vermeidung einer Aspergillose unerlässlich (siehe Ursachen)!
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Quellen:
- Torulopsis pintolopesii- an opportunistic pathogen in guineapigs? I. Kunstýr1,Eugenia Niculescu2,Susanne Naumann3 & Elisabeth Lippert1/ 1 Central Laboratory Animal Facility, Hannover Medical School, 2 Department of Microbiology & Hygiene and 3 Institute for Pathology, Hannover Veterinary Medical School, Hannover, Federal Republic of Germany/ Laboratory Animals (1980) 14, 43-45.
- Vorkommen, Bedeutung und Diagnose von Mykosen bei Heimtieren, A.Weber, Collegium Veterinarium XXIII (1992).
- Grundlagen für die Zucht und Haltung der wichtigsten Versuchstiere, Siegfried Jung, Gustav Fischer Verlag – Stuttgart, 1962
- Infektionen und Infektionskrankheiten bei Laboratoriumstieren, N.-C. Juhr / H.-H. Hiller, Paul Parey- Verlag, 1973
- Ilse Hamel, Das Meerschweinchen als Patient, G. Fischer Verlag.
- Hautmykosen beim Menschen durch Tiere, Landesuntersuchungsamt für das Gesundheitswesen Nordbayern.
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Wirkstoffe zur Behandlung verschiedener Mykosen Welche Präparate im einzelnen in Frage kommen, entscheidet der Tierarzt!
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Geeigneter Wirkstoff / Pilzart
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Trichophyton
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Mikrosporum
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Candida
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Cryptococcus
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Torulopsis
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Aspergillus
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Anmerkungen /Nebenwirkungen
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Amphothericin B
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X
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X
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X
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(X)
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Nieren- u. leberschädigend, Todesfälle möglich
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Clotrimazol
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X
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X
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X
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X
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Präparate z.B.: Canasten
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Enilconazol
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X
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X
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X
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X
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Bekanntes Mittel zur äußerlichen Behandlung ist z.B. Imaverol (Lösung 1: 50 mit H2O verdünnen + auf befallene Stellen auftragen)
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Griseofulvin
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X
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X
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nein
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nein
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Orale Therapie gg. Haut- und Systemmykosen (z.B. mit Likuden- Tbl.)
Nicht für trächtige Tiere, Jungtiere können empfindlicher regieren. Verdauungsstörungen sind möglich, leberschädigend
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Hexetidin
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X
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X
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X
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X
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Antiseptische Wirkung. Beispiel-Präparat: Hexocil- Shampoo
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Itraconazol
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X
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X
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X
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X
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Nieren- u. leberschädigend, milchgängig, möglicherweise embryotoxisch
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Ketoconazol
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X
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X
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X
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(X) nur in höheren Dosen
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Auch gegen Organmykosen. Nicht für trächtige oder laktierende Säue (teratogen, embryotoxisch, passiert die Plazentaschranke), Unfruchtbarkeit bei Männchen
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Miconazol
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X
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X
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X
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X
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X
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X
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Präparat z.B. Surolan (zur äußerl. Anwendung kleiner Flächen - da cortisonhaltig-, auch Gehörgang und bei Verletzungen) Bei Trächtigkeit möglichst meiden, Vorsicht bei lebergeschädigten Tieren.
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Natamycin
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X
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X
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X
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X
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X
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Gegen Augenmykosen (z.B. mit Pima Biciron N -Augensalbe)
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Nystatin
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X
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X
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Örtlich für Haut (äußerlich für kleinere Stellen -da cortisonhaltig- z.B.mit Panolog - Salbe, wirkt auch antibakteriell) und oral (innerlich z.B. mit Moronal) für Verdauungstrakt, nicht bei Systemmykosen. Verdauungsstörungen bei oraler Anwendung möglich.
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PVP- Jod- Lösung
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X
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Antiseptikum
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Quellen:
- Torulopsis pintolopesii- an opportunistic pathogen in guineapigs? I. Kunstýr1,Eugenia Niculescu2,Susanne Naumann3 & Elisabeth Lippert1/ 1 Central Laboratory Animal Facility, Hannover Medical School, 2 Department of Microbiology & Hygiene and 3 Institute for Pathology, Hannover Veterinary Medical School, Hannover, Federal Republic of Germany/ Laboratory Animals (1980) 14, 43-45.
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